Neue CulturBooks im Februar! Stefan Beuse, Ingvar Ambjørnsen und Anna Radlowa

Im Februar haben wir vier Longplayer und eine Maxi für Sie: Anna Radlowa betrachtet in ihrer Novelle „Tatarinowa. Die Prophetin von St. Petersburg“ die russische Gesichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus einem ganz speziellen Blickwinkel – aus den Augen einer großartigen Frau. Stefan Beuses Psychothriller „Meeres Stille“ erzählt von einer Familie, die im Urlaub auf einem abgelegenen Ferienhaus im südwestlichen Frankreich von einem lang verdrängten Familiengeheimnis eingeholt wird. Juliane Fezers gleichnamiger Film, der auf Motiven des Romans basiert, läuft aktuell bei uns im Kino.

Und wir freuen uns sehr, drei Kult-Bücher des in Hamburg lebenden norwegischen Autors IngvarAmbjørnsen als digitale Neuauflage präsentieren zu können: den in der Subkultur der Drogen- und Kleinkriminellenszene spielenden Roman „San Sebastian Blues“ sowie den zwischen Oslo, Hamburg und Berlin springenden Krimi „Stalins Augen“ und den in Hamburg-St.Georg angesiedelten Kriminalroman „Die mechanische Frau“ – immer noch frische Titel, die Krimigeschichte geschrieben haben und in denen „Ambjørnsen einen Drogenmilieu-Blues intoniert, der einen mitten ins Herz trifft“, wie Frank Göhre in seinem Vorwort zur Neuauflage schreibt. Aber der Reihe nach:

Beuse_Meeres Stille_240Stefan Beuse: Meeres Stille

Fast zwanzig Jahre liegt das alles zurück. Doch als der erfolgreiche Journalist und frischgebackene Kulturchef Viktor Callner seine Frau und seine beiden erwachsenen Kinder in das entlegene Ferienhaus im Périgord einlädt, wird die verdrängte Vergangenheit noch einmal lebendig. Stefan Beuse entwirft mit großer Suggestion und Sensibilität das packende Psychogramm einer Familie.

»Stefan Beuse hat ein äußerst kunstvolles Buch über das alte Thema Traumatisierung geschrieben: romantisch in den Motiven, aber brutal in der Analyse, dramatisch im Entwurf, aber sparsam und kühl in der Metaphorik.« DIE ZEIT

Ambjörnsen_mechanische Frau_Cover_240Ingvar Ambjørnsen: Die mechanische Frau

Victor von Falk ist Privatdetektiv und wohnt in St. Georg, dem anrüchigen Viertel gleich hinter dem Hamburger Hauptbahnhof. Drogenprobleme sind sein tägliches Brot, und der Auftrag einer Prostituierten führt ihn einmalmehr ins Heroingeschäft.

Doch seine neue Klientin ist skurril: Ihre Beine sind Prothesen, aber ihre Geschäfte laufen nicht schlecht. Die «mechanische Frau» führt Falk an Orte und zu Menschen des Milieus, die selbst er als Insider der Szene bislang nicht kannte.

»Hamburg St. Georg ist das Planquadrat, in dem Ingvar Ambjørnsen kalifornische Chandler Stimmung aufkommen lässt, einen Drogenmilieu-Blues intoniert, der einen tief hineinzieht, mitten ins Herz trifft und zu Tränen rührt. Oh, Mann, könnte man auch sagen, der Typ hat´s drauf.« Frank Göhre

Ambjörnsen_Stalins Augen_Cover_240Ingvar Ambjørnsen: Stalins Augen

Die Privatdetektive Ronny und Laila Olsen leben in Oslo und verdienen ihr Geld normalerweise mit der Beschattung untreuer Eheleute. Das ändert sich, als ihr Freund Bernhard tot aus dem Hamburger Hafen gezogen wird.

Die Ermittlungen des Schnüfflerpaares führen über Hamburg zum KZ Neuengamme, in dem Bernards Vater 1945 Zeuge wurde, wie sich ein russischer Kriegsgefangener freizukaufen versuchte – mit mysteriösen Diamanten aus der UdSSR. Diesen Diamanten war Bernard auf der Spur, und schnell befinden sich auch Laila und Ronny auf der Jagd nach »Stalins Augen«…

Ingvar Ambjörnsens hervorragend beobachteter Roman illustriert die letzte Phase des Kalten Krieges aus der Sicht seiner beiden Antihelden und attackiert unterhaltsam und schwarzhumorig verdrängte deutsche Vergangenheit.

Ambjörnsen_SSB_Cover_240Ingvar Ambjørnsen: San Sebastian Blues

Alex, ein ehemaliger Journalist, der sich als Schriftsteller beweisen möchte, wird in eine mysteriöse Affäre hineingezogen. Er trifft seinen Jugendfreund Skeie, der in dunkle Geschäfte verwickelt ist und sich auf der Flucht befindet. Alex inspiriert die Figur seines Freundes zu einer Verbrecherbiographie. Als an der norwegisch-schwedischen Grenze eine Leiche gefunden wird, kommen einige Dinge ins Rollen und der Schauplatz der Geschichte wechselt nach San Sebastian.

Ingvar Ambjørnsen inszeniert eine Unterweltverstrickung zwischen Oslo und San Sebastian als einen packenden Trip aus Alkohol, Flucht, Mord, Heroin, einer Liquidierung und dem großen Geld.

Anna Radlowa_Tatarinowa_Cover_240Anna Radlowa: Anna Radlowa: Tatarinowa. Die Prophetin von St. Petersburg

»Tatarinowa«, 1931 verfasst, konnte zu Lebzeiten Anna Radlowas nicht veröffentlicht werden. Die Erzählung behandelt die russische Geschichte, brandmarkt aber den »Zarismus« nicht, sie spricht von Sektierern, Glaubenshysterikern, Selbstverstümmlern, ohne jedoch antireligiös zu sein. Es entsteht ein geschichtstreues Bild, in das auch weithin unbekannte Details eingewoben sind.

Anna Radlowa arbeitete dafür in Archiven; sie benutzte Briefe und Erinnerungen aus jener Zeit. Wir verfolgen die Geschichte einer Kastratensekte, der »geistigen Skopzen«, die sich in den höchsten Gesellschaftskreisen der Hauptstadt Petersburg etablierte.

Die Heldin des Buches ist eine große, großartige Frau, und die Geschichte ihrer Berufung und ihres Dienstes an Gott und den Menschen ist nicht zuletzt aus psychologischer Sicht lehrreich.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unseren CulturBooks im Februar. Rezensionsexemplare stellen wir Presse und Bloggern gern in den Formaten mobi, epub oder pdf zur Verfügung. Eine kurze Mailgenügt.

Herzliche Grüße
Ihre
Zoë Beck & Jan Karsten

Die neuen CulturBooks:
Stefan Beuse: Meeres Stille. Roman. Digitale Neuausgabe. CulturBooks, Longplayer 2016. 185 Seiten. 6,99 Euro. Zum Buch.
Ingvar Ambjørnsen: Die mechanische Frau. Kriminalroman. Mit einem Vorwort von Frank Göhre. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Digitale Neuauflage. CulturBooks Longplayer, Februar 2016. 223 Seiten. 7,99 Euro. Zum Buch.
Ingvar Ambjørnsen: Stalins Augen. Kriminalroman. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Digitale Lizenz. CulturBooks Longplayer, August 2016. Lizenz: Nautilus. 260 Seiten. 9,99 Euro. Zum Buch.
Ingvar Ambjørnsen: San Sebastian Blues. Kriminalroman. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Digitale Neuauflage. CulturBooks Longplayer, Februar 2016. 159 Seiten. 4,99 Euro. Zum Buch.
Anna Radlowa: Tatarinowa. Die Prophetin von St. Petersburg. Novelle. Herausgegeben von Olga Martynova und Oleg Jurjew. Übersetzt aus dem Russischen und kommentiert von Daniel Jurjew. Mit einem Nachwort von Oleg Jurjew. Lizenz: Weidle. CulturBooks Maxi, Februar 2016. 150 Seiten. 12,99 Euro. Zum Buch.

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