Singles

Maxis – Longplayer – Alben 

adcock-cannibal_Cover_240.jpgÜber das Buch
20. Oktober 1907 in Kingston, Ulster County, irgendwo in den Catskill Mountains. Ein Galgen wird gezimmert, Strick und Fallhöhe getestet, die braven Bürger strömen herbei, die Musik spielt fröhliche Weisen. Der Delinquent ist Oscar Jukes, Sippenoberhaupt einer Familie, die man heute »white trash« nennen würde. (Halb-)Analphabeten mit betrüblichen hygienischen und moralischen Standards und viel krimineller Energie.

Die Stützen der Gesellschaft, die ihn zum Tode verurteilt haben, sind religiöse Eiferer voll alttestamentarischem Furor mit Sympathien für den Ku-Klux-Klan und eigenen politischen und ökonomischen Interessen.

Angeklagt ist Oscar Jukes unter anderem wegen Kannibalismus, weil man im Kochkessel einschlägige Rückstände gefunden hat. Was ist aber wirklich passiert? Was wird gespielt? Und muss Oscar Jukes am Ende hängen?

»Die präzise Beschreibung einer realen Begebenheit aus dem letzten Jahrhundert, die ein erhellendes Schlaglicht auf die USA von heute wirft.« Thomas Wörtche

Warum es uns gefällt
»The Cannibal of Pang Yang« ist schon allein deshalb eine Sensation, weil es die erste Erzählung des Edgar-Preisträgers Thomas Adcock nach einer jahrelangen Pause ist. Zudem ist der Text selbst ein kleines Juwel konzentrierter und sarkastischer Erzählkunst.

Über den Autor
Thomas Adcock, 1947 in Detroit geboren, hat mit seinen Romanen um den Cop Neil Hockaday und vielen Kurzgeschichten Meisterwerke der literarischen Kartographie von New York City vorgelegt, selbst wenn die Handlung manchmal in Irland spielt. »Dark Maze« (»Feuer und Schwefel«) gewann 1992 den Edgar-Allan-Poe-Award. Adcock ist in die meisten wichtigen Sprachen übersetzt. Seit einigen Jahren arbeitet er zunehmend wieder journalistisch (u. a. als USA-Korrespondent von CulturMag), als Universitätslehrer an der Temple University, Detroit, der New York University und der New School for Social Research in New York. (Literatur-)Politisch aktiv war und ist Adcock im PEN International und der International Association of Crime Writers. Mit seiner Frau, der Schauspielerin, Schriftstellerin und Malerin Kim Sykes lebt er in Manhattan und in North Chatham, upstate New York. Beide sind politisch aktiv »in progressive causes and political organisations«.

Thomas Adcock: The Cannibal of Pang Yang. Story. Englisches Original. CulturBooks Single, Februar 2015. 35 Seiten. 1,99 Euro. ISBN 978-3-944818-78-8

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Reinlesen

cover_240x384_single_münder.jpgÜber das Buch
Um 1900 waren die beiden Sportarten Baseball und Cricket in den USA sehr populär und fanden ungefähr gleich viele Anhänger. Doch dann erlebte plötzlich nur Baseball einen starken Boom und Cricket wurde als Freizeitaktivität für empfindsame Schöngeister in eine Nische abgedrängt, während Baseball als »uramerikanischer« Nationalsport mit nationaltypischen Eigenschaften von Vereinen und Fans vereinnahmt und im großen Stil vermarktet wurde.

Im Essay »Feldspiel und Weltspiel, Batter und Bowler: Über Baseball, Cricket und Literatur.« versucht Peter Münder diesen unterschiedlichen Entwicklungen und angeblich nationaltypischen Aspekten auf den Grund zu gehen. Berücksichtigt werden dabei soziologische und psychoanalytische Studien, Baseball-Haiku, englische Cricket-Anekdoten und vor allem zwei Romane, deren Hauptfiguren Baseball-, bzw. Cricket-Spieler sind: Chad Harbachs Bestseller »Die Kunst des Feldspiels« und Joseph O´Neills »Niederland«. In den USA gibt es nach einem jahrzehntelangen Nischendasein des Cricket inzwischen wieder einen kleinen Cricket-Boom, da die meisten Einwanderer aus der Karibik, Indien und  Pakistan begeisterte Cricket-Spieler sind und sich z.B. in New York in rund hundert kleineren, aber sehr dynamisch-quirligen Clubs organisiert haben.

Über den Autor
Peter Münder arbeitet als freier Journalist in Hamburg. Er ist Anglist, hat in Londonderry/ Nord-Irland, Hamburg und an der FU Berlin studiert, über den engl. Dramatiker Harold Pinter promoviert und eine Biographie (Rowohlt Monografie) veröffentlicht. Er schreibt für CULTurMAG, Berliner Zeitung, ZEIT, SZ und den Spiegel. Sportlich engagiert ist er im Tischtennisverein AMTV (Hamburg-Rahlstedt) und im Schachverein Caissa.

Peter Münder: Feldspiel und Weltspiel, Batter und Bowler: Über Baseball, Cricket und Literatur. Essay. 65 Seiten. 2,99 Euro. 10.10.2013. ISBN 978-3-944818-02-3

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single-reitzer-maindacht240.jpgÜber das Buch
Melodie und Text des Kinderlieds »Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder …« sind allgemein bekannt. Es spielt auf den Kreislauf des Vergehens allen Lebens an. Bei Reitzer liegt das Lied als unheilvolles Summen von Beginn an über der Geschichte. Auf nur wenigen, kunstvoll verdichteten Seiten entwickelt die Autorin die biografische Antiidylle einer Mehrgenerationenfamilie in der Provinz, in deren Mittelpunkt die junge Jennifer steht.

Warum es uns gefällt
Mit ihrer ungerührten und präzisen Sprache fängt Angelika Reitzer ein prekäres soziales Gefüge ein, in dem Mangel und Verwahrlosung das Leben bestimmen. Reitzers genauer Blick gilt dem Detail. Wo Sprachlosigkeit und Dumpfheit herrschen statt echter Gefühlsbindungen, wird Familie zu ihrer eigenen Karikatur – und ist trotz allem das Zuhause von Jennifer. Culturbooks freut sich sehr über seine erste Schriftstellerin aus Österreich im Programm!

Mit »Maiandacht« gewann Angelika Reitzer den Wiener Otto-Stoessel-Preis 2012.

Über die Autorin
Angelika Reitzer wurde 1971 in Graz geboren und studierte Germanistik und Geschichte in Salzburg und Berlin, seit 2001 lebt sie mit ihrer Familie in Wien. Sie ist die Verfasserin des Erzählbandes »Frauen in Vasen« (2008) und dreier Romane: »Taghelle Gegend« (2007), »unter uns« (2010) und »Wir Erben« (2014). Im März 2014 wird im Kunsthistorischen Museum Wien »Ein Auge zudrücken« (Minidrama) uraufgeführt und der Film »Der Zuhälter und seine Trophäen« von Antoinette Zwirchmayr mit Text von Angelika Reitzer hat auf der Diagonale Graz seine Premiere. Zur Homepage der Autorin: www.angelikareitzer.at.

Angelika Reitzer: Maiandacht. Originalausgabe. CulturBooks Single, März 2014. 12 Seiten. 0,99 Euro. ISBN: 978-3-944818-41-2

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Schneider_Seiltänzerin_Cover_240.jpgÜber das Buch
»Die Seiltänzerin« heißt diese Single-Auskopplung von Rolf Schneider. Sie dreht sich um ein Gemälde des russischen Künstlers Alexej Subkow: Die Seiltänzerinentsteht 1925, und es wird eine unruhige Reise durch die Jahrzehnte antreten, fast auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs landen, irgendwann aber wieder in seine Heimat zurückkehren. Rolf Schneider zeichnet kurze Porträts der wechselnden Besitzer des Gemäldes und beschreibt den Weg, der Die Seiltänzerin mitten durch die politischen Umwälzungen im ehemaligen Ostblock hindurchführt.

Und als B-Seite der Single gibt es die Geschichte »Blutmontag«: Was, wenn sich die DDR-Regierung im Oktober 1989 für das chinesische Modell entschieden und die friedlichen Demonstrationen blutig niedergeschlagen hätte? Rolf Schneider lässt sich auf dieses Gedankenspiel ein und dekliniert die Folgen durch. Eine ernüchternde Alternative zum Mauerfall.

Rolf Schneider setzt sich kritisch, ungewöhnlich und ironisch gebrochen mit der Geschichte des Ostblocks, der DDR und den tatsächlichen politischen Begebenheiten auseinander.

Warum es uns gefällt
Rolf Schneider setzt sich kritisch, ungewöhnlich und ironisch gebrochen mit der Geschichte des Ostblocks, der DDR und den tatsächlichen politischen Begebenheiten auseinander.

Der Autor
Rolf Schneider wurde 1932 in Chemnitz geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Romanistik in Halle-Wittenberg und ist seit 1958 freier Schriftsteller. Nach Protesten gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurden seine Publikationsmöglichkeiten stark eingeschränkt, 1979 folgte der Ausschluss aus dem DDR-Schriftstellerverband.

Rolf Schneider verfasste zahlreiche Romane, Bühnenstücke, Essays und Sachbücher, die in über 20 Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt erschienen u. a. der Roman »Marienbrücke« (2009) und die Sachbücher »Das Mittelalter« (2010) sowie die Biografie »Schonzeiten. Ein Leben in Deutschland« (2013). Rolf Schneider wurde ausgezeichnet mit dem Lessing-Preis der DDR, dem Hörspielpreis der Kriegsblinden sowie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Er lebt heute als Autor und Publizist in Schöneiche bei Berlin.

Rolf Schneider: Die Seiltänzerin. Story. Plus B-Seite: Blutmontag. Digitales Original. CulturBooks Single, April 2016. Circa 52 Seiten. 1,99 Euro. ISBN 978-3-95988-038-1

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