Unplugged: Print-Edition

Unsere Print-Reihe. Sortiert nach Erscheinungsdatum.

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Frankreich ist das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017.

Spannendes literarisches Städteporträt
12 Kurzgeschichten, 12 Blickwinkel, 12 Stadtviertel – und 12 faszinierende Teile eines größeren Puzzles. Ein spannendes Städteporträt und eine Entdeckungsreise durch die Kriminalliteratur Frankreichs.

»Paris Noir« führt den Leser mit 12 exklusiven Storys durch die Banlieues und das mittelalterliche Zentrum der Stadt mit seinen gewundenen Gassen, seinen Geistern und den tief in der Geschichte vergrabenen Geheimnissen. Mitten hinein in Kriminalität, Schießereien, verwickelte Affären und zerstörte Träume – denn Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe …

»Die dämmrigen und verschwitzten Schauplätze der Verbrechen in ›Paris Noir‹ erinnern eindringlich daran, dass die Franzosen den ›Noir‹ erfunden haben.« The New York Times

Start einer Reihe mit internationalen Top-Autorinnen und -Autoren
»Paris Noir« ist der Auftakt zu weiteren internationalen Noir-Anthologien. Jedes Buch besteht aus exklusiv für die Reihe geschriebenen Storys namhafter Autorinnen und Autoren und talentierter Newcomer. Jede Geschichte spielt in einem anderen Viertel einer Stadt – oder Gegend eines Landes. So entstehen packende literarische und geografische Porträts mit ungewöhnlichen, breit gefächerten Einblicken.

Der Herausgeber
Aurélien Masson (geb. 1975) ist seit 2002 Lektor bei Gallimard und gab von 2005 bis 2017 die legendären Série Noire der Édition Gallimard heraus.

Aurélien Massons PARIS NOIR. Storys. Zwölf exklusive Geschichten der besten Pariser Noir-Autoren. Mit Salim Bachi, Didier Daeninckx, DOA, Jérôme Leroy, Dominique Mainard, Laurent Martin, Christoph Mercier, Patrick Pécherot, Chantal Pelletier, Jean-Bernard Pouy, Hervé Prudon und Mark Villard. Herausgegeben von Aurélien Masson. Übersetzt von Zoë Beck, Karen Gerwig, Jan Karsten, Martin Spieß. Klappenbroschur. Oktober 2017. 256 Seiten. 15,00 Euro (D), 15,40 Euro (A). ISBN 978-3-95988-024-4. eBook: 9,99 Euro

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Anfuso_Zownir_Cover_web_240.jpgDie wahre Geschichte einer beispielslosen Verbrechensserie, das Porträt eines Serienmörders und das Psychogramm einer unangepassten jungen Frau – ein auf vielen Ebenen packender Kriminalroman, der das traditionelle True-Crime-Genre einerseits bedient und zugleich auf faszinierende Weise erweitert.

Über das Buch
Er war »das Ungeheuer vom Schwarzwald«: Der Serienmörder Heinrich Pommerenke (1937 – 2008) versetzte im Jahr 1959 eine ganze Region in Angst und Schrecken und beging eine unvergleichliche Serie von mehr als sechzig Überfällen, Gewaltverbrechen, Vergewaltigungen und Morden.

Anfang unseres Jahrtausends besucht die junge Journalistin Billie den Verbrecher mehrfach im Gefängnis, weil sie seine Biografie schreiben möchte. Das Ungeheuer ist nun ein alter Mann, aber noch immer ein Meister darin, Menschen zu manipulieren …

Während der Beschäftigung mit Pommerenke und seinen Verbrechen driftet Billie tatsächlich immer weiter in eine Wahnwelt ab. Ihre Recherchen werden zunehmend atemloser, die grausamen Taten und die Überführung des Mörders Teil ihrer Realität. Das Leben des Serienmörders setzt sich langsam zusammen, das von Billie zerfällt.

»Gewalt ist toxisch, der Umgang mit Monstrositäten lebensgefährlich. Zownir & Anfuso erzählen meisterhaft von einer jungen Frau, die sich radikal diesem Risiko aussetzt.« Thomas Wörtche

Warum es uns gefällt
Ein auf vielen Ebenen packender Psycho-Thriller, der das traditionelle True-Crime-Genre auf faszinierende Weise erweitert – filmisch erzählt, hochspannend und extrem fesselnd.

Die Autoren
Nico Anfusogeboren 1969, aufgewachsen in einem griechisch-italienischen Elternhaus, lebt seit Ende der Achtzigerjahre in Berlin. Ausbildungen u. a. zur Kauffrau für audiovisuelle Medien und Produzentin/Produktionsleiterin. Sie arbeitet als Autorin, Interviewerin sowie Produzentin von Filmen und Hörbüchern.

Miron Zownir wurde 1953 in Karlsruhe als Sohn deutsch-ukrainischer Eltern geboren. Seit Mitte der Siebzigerjahre lebt und arbeitet er als Fotograf, Regisseur und Autor u. a. in Berlin, New York, Los Angeles, London und Moskau. Seine existentialistischen Schwarz-Weiß-Fotografien wurden in zahlreichen Fotobüchern und Ausstellungen präsentiert. Miron Zownir ist Autor von Kriminalromanen, Kurzgeschichten und Gedichten.

Zownir & Anfuso: Pommerenke. Ein True-Crime-Roman. Hardcover mit Lesebändchen. 25. September 2017. 408 Seiten. 23,00 Euro (D), 23,60 Euro (A). ISBN 978-3-95988-023-7. eBook: 14,99 Euro

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Über das Buch
Die Khurana-Brüder schlendern zusammen mit ihrem Schulkameraden Mansoor Ahmed über einen gut besuchten Markt in Delhi. Ohne Vorwarnung kommt es zur Katastrophe: Neben ihnen explodiert eine Bombe – eine der vielen »kleinen« Bomben, die von der Welt kaum beachtet werden – und reißt die Khurana-Brüder in den Tod. Mansoor überlebt, doch der Bombenanschlag hinterlässt Spuren an Körper und Seele.

Nach einem kurzen Aufenthalt an einer amerikanischen Universität kehrt Mansoor nach Delhi zurück, wo seine Suche nach einem Platz im Leben immer radikalere Formen annimmt …

Eng verwoben mit der Geschichte der Familien Khurana und Ahmed ist die des kaschmirischen Bombenbauers Shockie, der bereit ist, sein Leben für die Unabhängigkeit seines Vaterlands zu opfern.

Karan Mahajans Roman ist außergewöhnlich komponiert: Er beginnt buchstäblich mit dem großen Knall – und zeichnet dann die vielen Druckwellen nach, die die Bombenexplosion bei allen Beteiligten ausgelöst hat: Welche Auswirkungen hat ein solcher Terrorakt auf die Betroffenen? Auf die Angehörigen? Auf die Gesellschaft? Wie werden Menschen zu Terroristen? Mahajan folgt keinen wohlbekannten Narrativen über Terrortäter und ihre Opfer. Er nähert sich differenziert, originell und nicht ohne Humor einigen der wichtigsten Fragen unserer Zeit.

Warum es uns gefällt
Karan Mahajan schreibt lebendig und originell über die Auswirkungen des Terrorismus auf Opfer und Täter. Vom Close-up bis zur Luftaufnahme, von der empathischen Innensicht bis zur spöttischen Distanzbetrachtung beherrscht Mahajan eine große Bandbreite an literarischen Perspektiven. Einer der relevantesten literarischen Beiträge zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit.

Pressestimmen (Auswahl)
»Wundervoll, überraschend und zutiefst berührend … Bahnbrechend in seinem Mitgefühl, intelligent in seiner Schärfe. Wir schlagen vor, Sie gehen los und kaufen das Buch. Sofort.« The New York Times Book Review

»In einer Welt nach 9/11 sollte dieser Roman als ein Muss betrachtet werden.« The Huffington Post

»Großartig, beunruhigend … extrem spannend … Mahajan erzählt beißend und erfrischend, in einer ungewöhnlichen Bildsprache … die bestechendsten Passagen sezieren die Geisteshaltung der Terroristen und ihre verrückten Begründungen für Massenmord mit solch kristalliner Klarheit, dass wir die tödliche Anziehungskraft der Argumente fast körperlich spüren … Das beste was ich bisher gelesen habe, wenn es darum geht, die Verlockungen und die Kraft der alles vernichtenden mörderisch-verdrehten Logik einzufangen, die immer stärker von unserem Planeten Besitz ergreift.« The Wall Street Journal

»Ein grandioser Roman. Indem er die Struktur eines Bombenanschlags nachahmt, erschafft Mahajan das genaue Gegenteil: ein behutsames, differenziertes und moralisches Kunstwerk.« The Financial Times (UK)

»Dieser unvergessliche Roman wird seinen Weg zu vielen Lesern finden.« The Winnipeg Free Press

»Vollkommen anders als alle anderen Bücher der jüngsten Zeit.« Flavorwire

»In Gesellschaft kleiner Bomben ist ein ungewöhnlich weiser und menschlicher Roman. Karan Mahajan besitz außergewöhnliche literarische Fähigkeiten, tiefe Einsichten in noch die niederträchtigste seiner Figuren und eine klarsichtige, mitfühlende Sicht auf die bedrohlichsten Aspekte unserer Zeit.« Jury des The Bard Fiction Prize

»Mahajan schreibt unersättlich, voll verwegen einfallsreicher Freigeistigkeit … er präsentiert das Schauspiel der Bombenexplosion in beiläufig ballettmäßiger Schönheit, seine relaxt komponierte Prosa kontrastiert auf aufregende Weise die Gewalt der Geschehnisse, die er beschreibt … Mahajan hat seinen scharfsinnigen Humor nicht verloren, sein Talent für hinreißende Formulierungen erschafft viele Passagen von bilderstarker, aufsehenerregender Wucht.« The New Yorker

»Ein einzigartig intelligenter Roman.« The New York Times

​»Tief bewegend … Mahajan hat sich einem radikalen und umfassenden Einfühlungsvermögen verschrieben.« Slate

​»Ein auf vielen Ebenen überwältigendes und außergewöhnliches Buch.« BBC Radio 4

​»Noch bei der Bearbeitung des dunkelsten Stoffes und beim Durchmessen der komplexesten emotionalen Verwicklungen, behält Mahajan seine leichte Hand und seinen klaren Blick … Er ist besonders geschickt darin, die sprunghaften Wechsel der Launen einzufangen, die in Momenten höchster Emotionalität auftreten … Mahajan zeigt besonderen Scharfsinn in seinem Umgang mit Deepa und den anderen Frauen im Roman …  Die Szenen, die von den Terroristen handeln, sind mit großem Selbstbewusstsein gestaltet.« The London Review of Books

»In Gesellschaft kleiner Bomben … verschiebt des Lesers Sympathie geschickt hin und her zwischen den beiden Männern, die eine relativ unerhebliche Explosion auslösen und den nicht immer liebenswerten Menschen, die die Konsequenzen tragen müssen. Doch die moralische Kraft dieses Romans entsteht durch seine Entschlossenheit, individuellen Verlust und individuelle Entscheidungen ernstzunehmen, anstatt eine Messlatte anzulegen, die die Bedeutung einer Tragödie daran bemisst, wie niedrig oder wie hoch die Zahl der Todesopfer ausgefallen ist.« The Financial Times (UK)

»Karan Mahajan schreibt in dem Wissen, dass Menschen Freude und Erfüllung in vielen Dingen finden können: Politik, Pornografie, Technik, Gebeten … An den besten Stellen vibriert Mahajans Prosa vor Originalität, Sinnlichkeit und Mitgefühl.« The Literary Review (UK)

»Karan Mahajans Auge für Details ist zielsicher. Ein großartig geschriebener Roman.« The Indian Express

»In Gesellschaft kleiner Bomben dreht sich um die nackten Faken, die Wissenschaft des Bombenbauens, medizinische Untersuchungen und Statistiken von Todesfällen. Gleichzeitig gräbt sich der Roman tief in die Psyche seiner Figuren hinein, und zeigt, wie diese zerfasern und implodieren – manche mit einem lauten Knall und andere mit einem Wimmern, genau wie die Bomben selber.« The Hindu Business Line

»Karan Mahajans Roman ist ein umwerfender und klug gebauter Blick auf die Tragödie eines Anschlags, sowohl was die Vorbereitung und die Wirkung betrifft, also auch die Umstände, die dazu führen, dass jemand darüber nachdenkt, zum Massenmörder zu werden.« The Straits Times (Singapur)

Der Autor
Karan Mahajan wurde 1984 geboren, wuchs in Neu-Delhi auf und lebt in Austin, Texas. Er steht auf Grantas Liste der »Best Young American Novelists« 2017. Sein erster Roman, »Family Planning« (»Das Universum der Familie Ahuja«), war für den Dylan Thomas Prize nominiert und erschien in neun Ländern. Er schrieb Beiträge für zahlreiche internationale Publikationen wie The New York Times, The Believer, The New Yorker und The Wall Street Journal. Mahajan studierte an der Stanford University und dem Michener Center for Writers.
»In Gesellschaft kleiner Bomben« stand u.a. auf der Shortlist für den National Book Award 2016 und erhielt den Bard Fiction Prize 2017, den Young Lions Fiction Award 2017, den Rosenthal Family Foundation Award der American Academy for Arts and Letters 2017, den Muse India Young Writer Award 2016 und den Anisfield-Wolf Book Award for Fiction 2017.

Karan Mahajan: In Gesellschaft kleiner Bomben. Roman. Aus dem Englischen von Zoë Beck. (Originaltitel: The Association of Small Bombs, 2016). Hardcover mit Lesebändchen. 1. August 2017. 376 Seiten. 25,00 Euro (D), 25,70 Euro (A). ISBN 978-3-95988-022-0. eBook: 15,99 Euro

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Über das Buch
Satirischer Roman – oder realistische Zukunftsvision? Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Lasse Wiesenthal ist erfolgreicher Eventunternehmer, Ende fünfzig und unheilbar krank. Die Ärzte sagen ihm einen jahrzehntelangen Leidensweg mit einem langsamen, aber unaufhaltsamen Verfall voraus. Statt sich diesem Schicksal zu ergeben, plant er seinen Freitod durch Sterbehilfe. Es soll ein Abschiedsfest sein.

Und das ist dann auch gleich eine Geschäftsidee: Sterben als das ultimative Event! Man kann mit Geld oder mit Organen bezahlen, denn sowohl aktive Sterbehilfe als auch Organhandel sind inzwischen gesetzlich liberalisiert. Er baut ein Eventcenter, das Heaven’s Gate, das auch von Kranken- und Rentenversicherungen mitfinanziert wird.

Dumm nur: Wie viele große Bauvorhaben verzögert sich die Fertigstellung um Jahre: Proteste, Naturschutz, Pfusch, Schwarzarbeiter, Mafia, Bombenblindgänger, Betrug, alles, was passieren kann, passiert auch. Währenddessen steuert Lasses Leben unabänderlich auf sein Ende zu.

Warum es uns gefällt
Wer bestimmt darüber, wie und wann wir sterben? Tommy Schmidt wirft einen komischen und provokanten Blick auf ein wichtiges politisches und gesellschaftliches Thema. Satirisch zugespitzt, streitbar und unterhaltsam.

Presse
»Der Autor wagt in seinem Roman einiges: Er denkt konsequent über das mit vielen Tabus belegte Thema Sterben nach. Der Weg zur Gestaltung des Endes ist satirisch gelöst, was das Buch groß macht, ist die dem Thema inneliegende Tragik. Als die weißen Flecken in Wiesenthals Leben größer werden und die finale Frage näher rückt, wird Heaven’s Gate zu einem berührenden Roman, der trifft … Die Frage nach der Ausgestaltung des Ablebens wird an den Leser weitergereicht: Wie sehr darf eine Gesellschaft anderen vorschreiben, wann und wie gestorben wird. Sehr lesenswert!« Tania Folaji, Elektro vs Print

Über den Autor
Tommy Schmidt, geboren 1960, wuchs in Hannover auf. Komponist und Bandleader. Studium an der Munich Jazz School. Spoken-Word-Performance-Artist u. a. am Benno-Ohnesorg-Theater an der Volksbühne in Berlin. Als Medien- und Aktionskünstler u. a. bekannt geworden, als er während des Oktoberfestes ein Huhn in einem Hotelzimmer an der Theresienwiese einquartierte. Artist in Residence im Wiener Museumsquartier, Gastdozent an der Technischen Universität Wien. Leitete als Geschäftsführer ein Unternehmen der IT-Branche. Seit 2000 in einer großen Werbeagentur als Texter und Konzeptioner. Seit 2009 auch Motivationstrainer. Lebt und arbeitet in München.

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Über das Buch
Pop und Protest im Wendland. Ein literarisches Roadmovie.

Zwei Freunde fahren nach Gorleben ins Wendland, um gegen den Castortransport zu demonstrieren. Jäger, der beste Freund des Erzählers, ist der Meinung, bei diesen Protesten ließen sich nicht nur Abenteuer erleben, sondern auch gut Frauen aufreißen – schließlich sei Politik seit Snowden wieder total in.

Sie mogeln sich als britische Reporter, benannt nach Schauspielern der TV-Serie »Doctor Who«, durch Polizeikontrollen und Absperrungen – doch dann wird Jäger vor dem Zwischenlager in Gorleben von einem Räumfahrzeug überrollt … und sein bester Freund reist in Gedanken in ihre gemeinsame Vergangenheit.

Vielleicht stirbt Jäger, vielleicht nicht – aber am Ende ist das gar nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass die beiden die beste Zeit ihres Lebens hatten – weil sie Freunde sind.

»Martin Spieß‘ Roadtrip durchs Wendland mag auf den ersten Blick so subtil sein wie eine klingonische Hochzeit. Aber: It’s bigger on the inside. Hinter dem nerdigen Anspielungsreichtum liegt eine warmherzige Erzählung über Kifferfreundschaft und die Flucht in populäre Kultur.« Christian Huberts, Kulturwissenschaftler

»Nerdig und wichtig: Pop und Protest im Wendland. Geil.« Jan Fischer, Autor und Journalist

»Eine gelungene Polit-Komödie, ein Provinztrip und eine Reise ins moderne popkulturelle Universum.« hallo-buch.de

Warum es uns gefällt
Eine schlagfertige Komödie voller Abenteuer, Freundschaft, Dope, Liebe und schmerzlichem Verlust. Martin Spieß erzählt mit dem Blick einer Generation, die beim Betrachten der Welt immer auch all ihr sekundäres Erleben aus Filmen, Musik und TV-Serien mitdenkt. Näher als mit guten Zitaten lässt sich der wirklichen Welt halt nicht mehr kommen.

Über den Autor
Martin Spieß, geboren 1981 in Dannenberg (Elbe), lebt und arbeitet als Schriftsteller und Musiker im Wendland. Er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Neben Veröffentlichungen in Magazinen, Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen bereits zwei Kurzgeschichtenbände, ein Roman und eine Novelle. Er macht deutschsprachigen Indierock unter dem Namen VORBAND. »Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme« ist sein zweiter Roman.

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Über das Buch
Amanda Lee Koe betrat die Bühne der Weltliteratur mit einem Knall: Das Debüt der jungen Autorin, die in Singapur und New York lebt und u.a. als Literaturredakteurin für den Esquire arbeitet, wurde mit Preisen überhäuft. Es gewann den Singapore Literature Prize for English Fiction und den Book Award for Best Fiction, stand auf der Longlist für den Frank O’Connor Award und wurde unter die zehn besten englischen Bücher Singapurs der letzten 50 Jahre gewählt.

Koe schreibt über Außenseiter und Querköpfe, über verlorene Individuen, die sich durch eine in Schieflage geratene Welt bewegen. Zeitgemäß, einfallsreich, atemberaubend. Es geht um Leidenschaften, Abhängigkeiten, Identität, Sex und (verlorene) Liebe.

Ein ungleiches Pärchen fasst den Entschluss, bei ihren Rendezvous alle Parks der Insel abzuklappern; ein Mann trifft in einer Bar einen Transsexuellen, den er als Junge gedemütigt hatte, und lässt sich von ihm abschleppen; eine Kellnerin bedient einen alternden Serienstar, in den sie als kleines Mädchen verliebt war, am nächsten Morgen wird er tot in seinem Bett aufgefunden.

Warum es uns gefällt
Geschichten wie ein Schlag. Nicht wie ein brutaler Schlag ins Gesicht, sondern wie ein Herztreffer, ein Blattschuss, ein wilder Hieb, der den Zentralmuskel des Gefühls für einen kurzen Moment aus dem Takt bringt und wilde, aufregende Wahrheiten offenbart.

Presse
»Diese Kurzgeschichten haben mich schwer beeindruckt, denn sie haben Kraft, sie sind sehr hart, reden nicht um den heißen Brei herum, zeichnen nichts weich. Sie legen den Finger direkt in die Wunde.« Jörg Petzold, FluxFM

»Diese umwerfende Kurzgeschichtensammlung ist formal ebenso bahnbrechend, wie zutiefst menschlich, mitfühlend und erkenntnisreich.« Huzir Sulaiman, Theaterautor

»Der vielleicht aufregendste Debut-Erzählband einer singapurischen Autorin. Die kaleidoskophafte Bandbreite der Themen, die Lebendigkeit der Figuren, offenbart ein tiefes emotionales und psychologisches Verständnis. Die Autorin präsentiert sich als herausragend kompetente, lyrische Erzählerin.« Quarterly Literary Review Singapore

Über die Autorin
Amanda Lee Koe lebt in Singapur und New York. Sie arbeitet als Herausgeberin ihres eigenen Literaturjournals Ceriph, für das Designstudio StudioKelaido sowie als Literaturredakteurin für den Esquire. 2013 war sie Honorary Fellow des Iowa International Writing Program. Die im gleichen Jahr erschienene Kurzgeschichtensammlung »Ministerium für öffentliche Erregung« (Original: »Ministry of Moral Panic«) erhielt 2014 den Singapore Literature Prize for English Fiction, 2016 den Singapore Book Award for Best Fiction, stand auf der Longlist für den Frank O’Connor International Short Story Award 2014 und wurde unter die 10 besten englischen Bücher Singapurs der letzten 50 Jahre gewählt. Texte von Amanda Lee Koe sind in Magazinen in Hongkong, den USA und Deutschland erschienen.

Amanda Lee Koe: Ministerium für öffentliche Erregung. Storys. (Ministry of Moral Panic, 2013.) Aus dem Englischen von Zoë Beck. Hardcover. CulturBooks unplugged, September 2016. 240 Seiten. 22,00 Euro. ISBN 978-3-95988-018-3 / eBook: 14,99 Euro.

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Schäfer_Schmutz_Katz_coÜber das Buch
Dieser Erzählband versammelt Carlo Schäfers Prosatexte, allesamt Meisterwerke literarischer (Hoch-)Komik. Der subtil gewobene Miniaturenroman »Der Tod dreier Männer“, angesiedelt in zutiefst verbrecherischen Gegenden der menschlichen Seele; der brillante Kurz-Krimi »Kinder und Wölfe«; die fiese Erzählung »Kurpfalz is Himmel« – und die perfekt komponierte lange Novelle »Dr. Katz, der vermutlich schwärzeste Text der deutschen Literatur. Der allmähliche Zerfall des Schullehrers Katz, der auf die Gleichgültig der Welt mit womöglich noch größerer Indolenz reagiert ist verzweifelt, melancholisch, gnadenlos und konsequent bis zum bitteren Ende. Und dabei rasend komisch, das exakte Gegenstück von „lustig“.

Carlo Schäfer schreibt da weiter, wo Nikolai Gogol, Franz Kafka und Daniil Charms aufgehört haben: Über das Groteske und Irre der Welt – präzise, genau, wahnwitzig, komisch und hammerhart.

Warum es uns gefällt
So leise radikal, so konsequent verzweifelt-heiter-giftig, so kompromisslos subversiv ist unsere Welt in der deutschsprachigen Literatur seit ewigen Zeiten nicht mehr in eine ästhetisch brillante Form gebracht worden.

Über den Autor
Carlo Schäfer wurde am 2. Januar 1964 geboren und ist am 8. September 2015 gestorben. Er veröffentlichte Krimis und literarische Texte bei Rowohlt, der Edition Nautilus und in diversen Anthologien. Für CulturMag/CrimeMag schrieb er seit 2009 die Kolumne »Carlos«, die in Auszügen als »Das Bimmel ist ein hochloder Diffel« bei CulturBooks erschienen ist. Außerdem war Carlo Schäfer Lehrer, Hochschuldozent, Ka­barettist, Filmemacher, Stückeschreiber und Autor von Ju­gendbüchern.

Carlo Schäfer: Schmutz, Katz und Co. Das erzählerische Werk. Mit einem Vorwort von Thomas Wörtche. CulturBooks unplugged, Oktober 2016. Hardcover mit Lesebändchen. 304 Seiten. 20,00 Euro (D), 20,50 Euro (A). ISBN 978-3-95988-019-0. eBook: 13,99 Euro.

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Goehre_Mayer_Cops_unplugged.jpgÜber das Buch
Ed McBain wurde 1926 als Salvatore Albert Lombino in New York geboren, 1952 nahm er offiziell den Namen Evan Hunter an. Mit seinem Debütroman »Die Saat der Gewalt« und der Verfilmung wurde er international bekannt, Alfred Hitchcock engagierte ihn als Drehbuchautor für »Die Vögel«. Als Ed McBain veröffentlichte er ab 1956 fünf Jahrzehnte lang insgesamt 55 Romane über das 87. US-Polizeirevier in einem scheinbar fiktiven, dennoch sehr realen New York. Ein groß angelegtes, vielschichtiges amerikanisches Sittenbild, das an die Projekte von Honoré de Balzac und Émile Zola erinnert.

Ein großes Lesevergnügen und ein rasanter Trip durch fünf Jahrzehnte auf den Spuren der Detectives vom 87. Revier. Die Ermittler und ihre Fälle werden vorgestellt, die Veränderung einer Stadt und ihrer Kriminalität aufgezeigt. Ed McBains Arbeiten für Film und Fernsehen, seine nie klischeehaft werdende Routine und sein unermüdliches Schaffen werden beleuchtet. Polizistenmorde, Bandenkriege und Heckenschützen sind Thema, wie auch die klassischen sieben Todsünden: Eitelkeit, Habgier, Wollust, Rachsucht, Maßlosigkeit, Eifersucht und Ignoranz.

Ohne Ed McBain sähe die Kriminalliteratur anders aus.

»Frank Göhres & Alf Mayers kaleidoskopische, pointilistische, assoziative, nicht strikt diskursive Methodik schlägt immer wieder helle Erkenntnisfunken aus ihrem Gegenstand. Ein unterhaltsamer, ernstzunehmender publizistischer Beitrag zum Polizeiroman, der in seinem Perspektiven- und Nuancenreichtum in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine gewichtige Stimme in vielen Debatten zum Thema haben wird.« Thomas Wörtche

»Gute Unterhaltung«. FAZ

Warum es uns gefällt
Frank Göhre und Alf Mayer lassen Werk und Leben des Ausnahmeautors und unumstrittenen Großmeisters des Polizeiromans lebendig werden, erzählend und dokumentierend, unangestrengt, spannend und unterhaltsam-elegant.

Über die Autoren
Frank Göhre, 1943 geboren in Tschechien, aufgewachsen in Bochum, Buch- und Kunsthändler, Werbetexter, Mitarbeiter in einem Verlagskollektiv. Lebt in Hamburg. Seit 1981 freier Schriftsteller und Drehbuchautor. Veröffentlichungen bei CulturBooks »Hot Stuff«, »Du fährst nach Hamburg, ich schwör´s dir«, »Die Härte, der Reichtum und die Weite«.

Alf Mayer, Jahrgang 1952, freier Journalist, Soden/a.Ts. Buntscheckiger Lebenslauf, halb frei, halb angestellt, letztlich lieber vogelfrei: Textchef bei Manufactum, Direktor der Filmbewertungsstelle (FBW), Chef vom Dienst bei IG Metall und dem Werber-Blatt »horizont«, Filmredakteur der legendären Medienzeitschrift »medium«. Seit 1984 Krimi-Kolumne »Blutige Ernte” im Frankfurter »strandgut Bad «, Mitarbeiter bei CULTurMAG/CrimeMag

Frank Göhre / Alf Mayer: Cops in the City. Ed McBain und das 87. Polizeirevier. Ein Report. Mit einem Vorwort von Thomas Wörtche. CB Unplugged. Klappbroschur. Januar 2016. 292 Seiten. 17,90 Euro. ISBN 978-3-95988-017-6. eBook 8,99 Euro.

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Reinlesen

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Über das Buch
Jeng Yah – diesen Namen flüstert der Zigarettenbaron Pak Raja immer wieder, als er im Sterben liegt. Er möchte sie noch einmal sehen, bevor er stirbt. Seine drei Söhne wollen dem letzten Wunsch ihres Vaters entsprechen. Was aber hat es mit dieser Frau auf sich, über die ihre Mutter vor Wut und Eifersucht nicht reden will? Die jungen Männer machen sich auf die Reise, die sie von Jakarta tief ins Herzen Javas führt – und in eine Vergangenheit, die von Schuld und Verrat, von Liebe und Freundschaft, von Neid und Eifersucht erzählt. Zwei Männer, die wegen einer schönen Frau zu bitteren Feinden werden, zwei Familien, deren Wege sich über drei Generationen immer wieder kreuzen, bis die Versöhnung unmöglich scheint …

»Das Zigarettenmädchen«, der fünfte Roman der indonesischen Autorin Ratih Kumala, ist eine Geschichte über zwei Gründer von Zigarettenfabriken und die Entwicklung der Tabakindustrie, die das Land bis heute nachhaltig prägt. Dabei webt sie die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der jungen Republik ein, vom Ende der niederländischen Kolonialherrschaft und der Invasion der Japaner über die Massenmorde an den Kommunisten bis hin zum heutigen Indonesien.

»Vater hat recht, dachte Tegar, Rauchen öffnet die Gedanken. Es war, als trüge der Rauch ihn in den Himmel hinauf.«

Warum es uns gefällt
»Das Zigarettenmädchen« ist ein großer Familienroman, unterhaltsam und leichtfüßig, ein verrauchtes indonesisches »Buddenbrooks«.

Pressestimmen
»Es ist ein sich über drei Generationen erstreckender Familienroman, der von Beginn an fasziniert. Die Sprache ist leichtfüßig, umgarnt den Leser wie Schwaden von Tabakrauch. Sehr gut, unbedingt lesen!« (HR, Radio)

„Eine sehr interessante Familiengeschichte, sehr sehr gut gemacht.« (SWR Fernsehen)

»Rauchumhüllte Familienfehde: Wer gerne Liebes- und Familienepen vor exotischer Kulisse liest, ist mit dem „Zigarettenmädchen“ allerbestens bedient.« (n-TV)

»Ernste Passagen wechseln sich mit heiteren, teils ist dies ein Krieg der Zigarettencover und eine Warenkunde der besonderen Art, leichtfüßig erzählt, gut recherchiert, anschaulich, spannend und auf angenehmste Art lehrreich.« (Strandgut Frankfurt)

»Ein interessanter Einblick in eine Kultur, über die man nur selten hört. Verpackt in einer Geschichte, der man von der ersten Seite an gespannt folgt und teilnimmt an den Geschichten der Charaktere, die einem jeder auf seine Weise nahe stehen.« (Papiergeflüster)

»Spannend wie ein Krimi.« (WDR, Radio)

»Liebe, Zigaretten und politische Umwälzungen in einem mir bisher fremden Land. Zwei interessant-schöne Nachmittage mit dem Zigarettenmädchen auf der Couch.« (Elektro vs. Print)

»Ein Familiengeheimis, ein sterbender Vater, eine vor Eifersucht tobende Mutter, drei ahnungslose Söhne … Ein perfekter Rahmen für eine gute Story, über welcher ständig der intensive Duft einer verglimmenden Nelkenzigarette mit leise sich kräuselndem Rauch zu schweben scheint.« (Masuko13, We read indie)

»Einfühlsam versetzt sich Ratih Kumala in ihre Protagonisten hinein und lässt sie dadurch im Kopf des Lesers umso lebendiger werden.« (Lesekabinett Leipzig)

Über die Autorin
Ratih Kumala wurde 1980 in Jakarta geboren. Sie arbeitet als freiberufliche Drehbuchautorin fürs Fernsehen und hat bisher bereits einige Romane veröffentlicht, unter anderem Tabula Rasa (2004), Genesis (2005) und Kronik Betawi (2009) sowie den Kurzgeschichtenband Larutan Senja (2006). Gadis Kretek (2012) ist ihr fünfter Roman und greift ihren eigenen kulturellen (javanischen) Hintergrund auf.

Ratih Kumala: Das Zigarettenmädchen. Roman. (Gadis Kretek, 2012). Aus dem Indonesischen von Hiltrud Cordes. Mit 10 Illustrationen von Iksaka Banu. CulturBooks unplugged, Oktober 2015. 308 Seiten, Klappenbroschur. 17,90 Euro. ISBN 978-3-95988-004-6. CulturBooks Longplayer, 11,99 Euro. eBook-ISBN 978-3-95988-016-9

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